Die erstmals in Hamburg durchgeführte Regionalkonferenz Mitte Januar, erfreute sich  großen Zuspruchs. Über 60 Funktionsträger aus vielen norddeutschen Logen hatten sich für die Regionalkonferenz der GLL angemeldet. Da mit einer so großen Nachfrage nicht gerechnet wurde, mussten die Teilnehmer im Felsenzimmer des eindrucksvollen Logenhauses an der Moorweidenstraße in Hamburg eng zusammenrücken, was dem brüderlichen Austausch nicht schadete.

Nachdem der Landesgroßmeister, Br. Günter Stolz, die Regionalkonferenz mit seinen einführenden Worten eröffnet hatte, standen die Teilnehmer im Mittelpunkt. Von Ihnen wollten die Vertreter der GLL wissen, wo der „Schuh“ im Norden druckt und wo die GLL unterstützen und helfen kann. Dazu nutze man zur Visualisierung einen Flipchart, der die gewünschten Themen der Anwesenden sammelte.

Dabei kristallisierten sich die klassischen vier Themenblöcke heraus, die zu Fragen und Austausch untereinander führten. Neben rituellen und organisatorischen/verwaltungstechnischen Aspekten sind es vor allem die Öffentlichkeitsarbeit und die Mitgliedergewinnung, die von den Logen nachgefragt werden. Diesmal zeigte sich aber auch, dass neben der klassischen Mitgliedergewinnung und den unterschiedlichen Konzepten in den Logen, besonders die Mitgliederbindung einen wichtigen Baustein auf der Konferenz bildete. Aktivierung, Betreuung und nachhaltige Bindung der Brüder werden in machen Logen oft unterschätzt. Der Fokus liegt oft nur auf der Neugewinnung von Brüdern. Aber nur wenn beides gelingt, kann die Loge auf Dauer wachsen und ihren Fortbestand sichern.

Die vielen o.g. Arbeits- und Aufgabenfelder können aber nicht nur auf wenigen Schultern lasten. Besonders das Amt des Vorsitzenden Meisters einer Johannisloge ist sehr anspruchsvoll und sehr zeitaufwendig. In diesem Zusammenhang ermunterte der Landesgroßmeister die anwesenden Logenmeister möglichst viele Aufgaben zu delegieren. In der Mitglieder- und Logenbetreuung z.B. könnten bestimmte Brüder den Kontakt zu älteren oder weniger aktiven Brüdern halten und andere den zu benachbarten und befreundeten Logen. Eine Aufteilung der Aufgaben würde zudem den Zusammenhalt der Loge fördern und die Arbeitsbelastung auf einzelne Brüdern reduzieren. Da waren sich am Ende der Ausführungen alle einig.

Apropos Einigkeit: diese herrschte auch auf der Regionalkonferenz, die als harmonisch und konstruktiv von den Funktionsträgern im Nachgang bewertet wurde. Der direkte brüderliche Austausch zwischen den Logenmeistern ist ein oft vernachlässigter Aspekt im Logenalltag. Durch eine solche Konferenz kann der Informationsfluss verbessert und die Kooperation gestärkt werden.

Autor: Torsten Küster