Heidelberg – 40. Stiftungsfest international
Viele besuchende Brüder und ein Meisterwechsel

Fragt man in Australien welche Städtenamen ihnen zu Deutschland einfallen, werden in der Regel zwei genannt: Berlin und Heidelberg. Das hat sich auch bei der Zusammensetzung der besuchenden Brüder zum 40. Stiftungsfest der Heidelberger JL VI VERITATIS wiedergespiegelt, an dem nicht nur Brüder von überall her aus Deutschland, sondern auch aus Frankreich, Liech-tenstein und der Schweiz teilnahmen.

Im Laufe der vergangenen Jahre haben sich die VI VERITATIS Brüder mit ihren kulturellen Ver-anstaltungen und insbesondere ihren Heidelberger Gesprächen über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht. So beschäftigen sich die Heidelberger Gespräche über den Humanismus hinaus nicht nur historisch mit humanistischen und freimaurerischen Themen, sondern insbe-sondere auch mit aktuellen.

Eines dieser beispielhaft tagesaktuell spannenden Themen, das derzeit viele Brüder beschäftigt: Wenn es neuerdings im Sprachgebrauch eine moderne Freimaurerei gibt, gibt es dann auch eine unmoderne? Und was betreiben wir dann eigentlich, modern oder unmodern? Hat nicht der von uns allen geschätzte Gotthold Ephraim Lessing gesagt, dass es nur eine Freimaurerei gibt? – Die hohe Zahl der Teilnehmer an den Heidelberger Gesprächen zeigt, dass es ein großes Interesse und viel Gesprächsbedarf zu solchen Themen gibt.

Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass auch von weither viele Brüder aus befreundeten Logen angereist kamen und mit ihrer Präsenz dieses 40. Stiftungsfest mit Meisterwechsel auf-werteten. Der scheidende Logenmeister Br. Ralph-Dieter Wilk bedankte sich in seiner Rede an die Bruderschaft dafür, dass sich die Jahre über jeder als Teil eines Ganzen gesehen und sich im Rahmen seiner individuellen Fähigkeiten eingebracht hat und so das „WIR“ gewinnen konnte. Der Landesgroßmeister Br. Günter Stolz verlieh ihm das von der Bruderschaft beantragte Eh-renzeichen für verdiente Brüder von Ordensabteilungen und betonte gleichzeitig, dass sich Br. Wilk ja nunmehr ausschließlich seinem Amt als Provinzialmeister von Baden-Württemberg hin-geben kann.

Sodann setzte der Landesgroßmeister den von der Bruderschaft einstimmig gewählten Br. Werner H. Heußinger zum neuen Vorsitzenden Meister ein. Br. Heußinger hat sich lange auf dieses Amt vorbereitet und auch in den vergangenen Jahren in enger Partnerschaft mit Br. Wilk die Heidelberger Gespräche vorangebracht. Darüber hinaus ist er als Beauftragter des Vorstan-des für die Freimaurerische Forschungsvereinigung FREDERIK aktiv. Mit ihm und einer einge-spielten Bruderschaft ist ein fließender Hammerwechsel sichergestellt.

Autor: Peter Rönn