Im April veranstaltete die Johannisloge „Licht am Stein“ ihren ersten musikalisch-literarischen Salon zum Thema „Der deutsche Idealismus und die Frühromantik“. Knapp 60 Schwestern, Brüder und Gäste waren der Einladung in das Logenhaus in Stuttgart gefolgt. Der Salon bot ein Zusammenspiel aus Musik, Poesie und Philosophie. Die Besetzung der Künstler war hochkarätig.

Bruder Peter Jochen Kemmer, Schauspieler, Synchronsprecher und Autor, trug Gedichte und Denkschriften aus dem 18. und 19. Jahrhundert vor, die Einblicke in jene Zeit gewährten. Die musikalische Darbietung erfolgte meisterhaft von Konzertpianist und Musikdozent Ralph Bergmann. Das Programm bildeten Stücke von Beethoven, Schubert und Schumann. Vorgetragen wurden Auszüge aus Schriften von Johann Gottlieb Fichte, Georg Wilhelm Friedrich Hegel und Friedrich Wilhelm Joseph Schelling sowie Gedichte von Annette von Droste-Hülshoff, Friedrich Hölderlin und Georg Philipp Friedrich von Hardenberg alias Novalis.

Der Salon knüpfte dabei ganz bewusst an die Tradition jener Zeit an, um die Verbindung von Philosophie, Literatur und Musik in jener Hochblüte des deutschen Geisteslebens wieder aufleben zu lassen. Bruder Michael Kecker, neu eingesetzter Logenmeister von „Licht am Stein“, unterstrich die tiefe Analogie zwischen dem deutschen Idealismus, der frühen Romantik und der Freimaurerei. Es sei der Umgang mit den Themen Verantwortung, Mythologie und die Verbindung zwischen Natur und Geist, durch die die Freimaurerei so eng mit der Aufklärung und dem Idealismus verwoben ist. Die Freimaurerei gehe traditionell von einem ganzheitlichen Menschenbild aus, welches ab der Mitte des 19. Jahrhunderts in der westlichen Welt allmählich verloren ging. In diesem Menschenbild waren Verstand und Phantasie, Wissenschaft und Religion noch keine Gegensätze, sondern zwei Seiten, die in einer gesunden Balance zu einander stehen sollen.

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, als zahlreiche Freimaurerlogen und Salons als Orte bürgerlicher Geselligkeit entstanden, trafen sich Adlige, Künstler und wohlhabende Bürger zu Lesungen und musikalischen Darbietungen, aber auch zu politischen Diskussionen und wissenschaftlichen Vorträgen. Im vorrevolutionären Frankreich bereiteten Philosophen wie Voltaire oder Diderot den Boden für das Ende des Absolutismus und den Einzug freiheitlicher Gedanken und Geisteshaltungen. Auch in Deutschland blühte die Salonkultur in jener Zeit auf, nicht jedoch mit dem Ziel das Herrschaftssystem zu stürzen, sondern vielmehr das Bürgertum in die Lebensart des Adels zu erheben. Frauen standen im Mittelpunkt dieser romantischen Zirkel. Sie prägten durch ihren Geist und durch ihre Bildung, durch die Kunst ihres Gesprächs und ihrer Briefe, aber auch durch ihre weibliche Anziehungskraft das gesellige Leben jener Jahre. Zu den bekanntesten dieser Frauen gehörten Caroline Böhmer, Dorothea Veit, Sophie Mereau, Karoline von Gründerode, Bettina Brentano, Sophie Tieck. Sie hatten sich den Künsten und der Philosophie verpflichtet. An bürgerliche Konventionen und Normen fühlten sie sich jedoch nicht sonderlich gebunden, sondern traten für freies Denken, freie Liebe und freien gedanklichen Austausch ein. In diesem freigeistigen, mitunter für damalige Verständnisse skandalträchtigen Umfeld, entwickelte sich eine Kultur des künstlerischen und bildungsbürgerlichen Austauschs.

Es gab verschiedene Formen von Salons: literarische Salons, künstlerische, politische oder von jedem etwas. Vor allem in Berlin kamen hochgestellte Gäste aus Politik und Kultur zusammen. Hier prägten vor allem Henriette Herz und Rahel Varnhagen das Geschehen. Sie boten Foren für Schriftsteller, deutsche und französische Gelehrte, Künstler und Wissenschaftler, in denen sie sich frei austauschen und Kontakte knüpfen konnten. Der frühe Berliner Salon war geprägt von den Elementen der Aufklärung, Sturm und Drang sowie der klassischen deutschen Musik. Es ging nicht um die negative Ablehnung von Konventionen und gesellschaftlichen Normen, sondern um die positive Entfaltung des freien Geistes und des Selbst.

Die Salons waren Zentren kulturellen Lebens, sie waren der Versuch einer Überwindung sozialer, religiöser und bildungsbedingter Grenzen. Die Räumlichkeiten, welche die Frauen zur Verfügung stellten, waren mitunter intim und von elegantem Wohlstand. Es trafen Männer und Frauen verschiedenster Herkunft, Konfession, politischer Ausrichtung und unterschiedlicher Berufsfelder aufeinander. Die überaus starke Rolle der Frauen in den Salons war zukunftsweisend und legte die Grundlage für Errungenschaften interreligiöser und interkultureller Verbindungen, die nicht selten als Errungenschaften des 20. Jahrhunderts wahrgenommen werden. Dies kann als das erste zarte Aufblühen der modernen Grundlagen der später folgenden Emanzipation betrachtet werden.

In den Salons verwirklichten sich Individualitäten und Persönlichkeiten auf unterhaltende, gesellige und künstlerische Art. Im Schutze einer sogenannten privaten Öffentlichkeit konnten in den Salons Themen und Ideen besprochen werden, die ob der tatsächlichen öffentlichen Debatte oder aufgrund von Zensur nicht ohne weiteres möglich gewesen wäre, was zum Beispiel für ein besseres Verständnis der Umwälzungen von 1848 nicht unerheblich ist. Doch auch für spätere Entwicklungen eines aufstrebenden Bürgertums und libertäre Gedanken waren die Salons zukunftsweisend.

Mit dem Salon hat die Loge „Licht am Stein“ ein neues altes Format vorgestellt, das auch in Zukunft fortgeführt werden soll. In seinem Schlusswort machte Bruder Michael Kecker deutlich: Frei von Zwängen, den Künsten verpflichtet, verbindend und bildend – diese Eigenschaften sind auch für heutige Zusammenkünfte erstrebenswert: „Die Arbeit mit Verknüpfungen und Entsprechungen vermag es Brücken zu bauen, wo sonst nur Trennendes zu sehen ist, aber auch an seine eigenen verborgenen Fähigkeiten heranzukommen und durch sein Verhalten dazu beizutragen, dass die Welt morgen ein klein wenig besser ist als heute.“

Br. Adrian Messe

Durch einen glücklichen Umstand ist uns die Lade des Ordens+Meisters übergeben worden, die in zahlreichen Dokumenten die Geschichte der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland betrifft. Dadurch ist die Große Landesloge in der Lage, über die Eckleffschen Akten, die Eckleff an von Zinnendorf übergeben hat, lückenlos zu verfügen. Gleichzeitig verfügen wir damit auch über die Eckleffschen Gründungsurkunden für das Große Ordens-Kapitel in Berlin. Diese Akten und Originaldokumente aus dem 18. Jahrhundert sind allerdings in der Bruderschaft kaum bekannt und nicht genauer erforscht.

In der heutigen Zeit versuchen wir, alles Wahre und Wirkliche historisch zu ergründen und zu erforschen. Damit wollen wir uns selbst Klarheit verschaffen, auch um es anderen gegenüber als wahr und wirklich vertreten zu können. Aus diesem Grund ist es angebracht, diese historischen Schätze unserer freimaurerischen Tradition öffentlich zugänglich zu machen. Dies hatte die Große Landesloge schon vor 20 Jahren eingeleitet, indem sie ihre früher geheim gehaltenen Archivalien dem Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz anvertraute, damit sie für jeden berechtigten Forschenden zugänglich sind. Dazu gehörten auch die Inhalte der übrigen restituierten Logenarchive.

Um diese Erforschung ermöglichen zu können, braucht es immer wieder forschende Brüder, die bereit sind, viel Zeit zu investieren und sich dieser Aufgabe zu stellen, die große Menge und Vielfalt dieser Dokumente zu sichten, zu erschließen und zu interpretieren – und sie damit allen Interessierten nutzbringend für ihre eigene Erkenntnis und weitergehende Forschung zur Verfügung zu stellen.

Als diese Archivalien der Großen Landesloge in den 1930er Jahren in einer waghalsigen Rettungsaktion nach Stockholm ausgelagert worden waren, wurden dort Kopien dieser Dokumente angefertigt. Es war ein glücklicher Zufall, dass diese Kopien in die Hände des Br. Wolfram Arton gerieten. Dies war für ihn der Anlass, eine Veröffentlichung dieser Archivalien vorzubereiten. So können wir nun den gesamten Bestand dieser Urkunden aus dem 18. Jahrhundert sowie der im 19. Jahrhundert dazu gekommenen Dokumente aus dem Ordensarchiv der Großen Landesloge präsentieren und sie insbesondere interessierten Kapitel-Brüdern zugänglich machen. Im gleichen Zuge wurden auch die entsprechenden Originale zu Verwahrung dem Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (GStA PK) übergeben.

Ich verbinde damit die Hoffnung, dass ein eingehendes Studium und eine breitere Wahrnehmung dieser Dokumente unser Verständnis über die Grundlagen unseres Freimaurer-Ordens klären und wesentlich verbessern werden.

Ich danke Bruder Wolfram Arton sowie den Bbr. Klaus Bettag, Klaus Wilcke und Jan Ziolkowski für ihre intensive und zeitaufwendige Arbeit und hoffe, dass viele Brüder dieses Werk zur Erweiterung ihrer Kenntnisse um die Entstehung unseres Ordens nutzen und für ihre eigenen Nachforschungen verwenden mögen.

Achim Strassner, Ordens+Meister

 Legenden und Wirklichkeit n der Geschichte der Freimaurerei

Die „moderne“ Freimaurerei feierte 2017 ihr 300. Jubiläum. Doch schon seit längerem ist klar, dass weder das behauptete Gründungsjahr noch der damit verbundene Mythos einer seriösen primärwissenschaftlichen Betrachtung Stand halten. So haben kürzlich die Historiker Susan Mitchell Sommers, Saint Vincent College Pennsylvania und Andrew Prescott, University of Glasgow, mehrere Arbeiten publiziert, die die Autorität der offiziellen Freimaurerchronik infrage stellen.

Beide Wissenschaftler gehören zu den international renommiertesten Freimaurerforschern, ohne selbst Freimaurer zu sein. Je intensiver sie sich mit der Chronik und den „Constitutions“ des Reverend James Anderson von 1738 beschäftigten, desto stärker wurde ihr Verdacht, dass die Freimaurer im alten England die eigene Chronik manipuliert haben. Dass das in der Freimaurerei im Laufe der Jahrhunderte leider viel zu oft passiert ist, wissen wir mittlerweile. So wird auch der Gründungsmythos der Freimaurerei von 1717 verständlicher.

Mit Beginn vor rund 30 Jahren schreitet die Quellenforschung international nun aber durch Öffnung der meisten Logenarchive und durch Recherchen in sonstigen Archiven sowie akribische Einsichtnahmen in Mitgliederlisten, Protokollen etc. voran. Freimaurerische Quellenforschung arbeitet mit historischen Tatsachen, im Gegensatz zur Literaturforschung. Letztere beschränkt sich naturgemäß oft darauf, vorangegangene Schriften auszuwerten, wobei die große Gefahr besteht, Legenden und Fehlinformationen mitzuschleppen und als allgemeines und richtiges Wissensgut zu behandeln. So präsentierten Prescott und Sommers bereits auf der Sondertagung der englischen Quatuor Coronati Lodge No 2076, London, im September 2016 in Queens´ Cambridge eine sehr interessante und viel beachtete Studie: „Searching for the Apple Tree“. Darin wird gesprochen vom Gründungs-Mythos der Freimaurerei „1717“.

Am 15. Februar 2018 fand dann in London ein QC-Symposium „1717 – & all that´“ statt, um zu klären, ob man 1717 oder 1721 zum Gründungsdatum erklärt. Zusammenfassend: Die von Anderson erst 1738 (!) beschriebene „Geschichte“ der Ersten Groß-Loge wird von Historikern gründlich auseinander genommen. Sie erweist sich angesichts neu entdeckter Original-Dokumente und neu evaluierter alter Dokumente als „fake news“. Anscheinend wurde sie im Auftrag der „Ersten Großloge“ von England erstellt, als 1735 die Großloge von Schottland und 1738 die Großloge von Frankreich sich gründeten und daher das Alter der „Ersten Großloge“ herausgehoben werden sollte – auch gegen Yorck, Irland usw., die tatsächlich viel ältere freimaurerische Traditionen darstellen. Erst ab 1721 kann man definitiv von einer Großloge sprechen; zu diesem Zeitpunkt gibt es mehrere zeitgenössische Dokumente, die sich auch gegenseitig stützen.

Die anlässlich der Heidelberger Gespräche von dem Vorsitzenden der Freimaurerischen Forschungsvereinigung FREDERIK, Klaus Bettag, gehaltenen Ausführungen vor interessiertem Publikum stützten sich im wesentlichen auf zwei Vorträge, die Louis Trébuchet auf der ICOM 2017 am 30. Mai 2017 in Toulon gehalten hat. Trébuchet ist Vorsitzender Meister der Nationalen Foschungsloge „Maquis de La Fayette“ der Grande Loge de France und Organisator der ICOM 2017. Zum Schluss der Heidelberger Gespräche gab Klaus Bettag den Teilnehmern noch folgendes mit auf den Weg: „Einfache Polarisierungen vordergründiger Art bringen gar nichts. Ein Gegeneinander-Anreiten der Positionen verdeckt nur die Dramatik der untergründigen Geistes-Bewegungen, denen wir uns auch heute noch stellen müssen: Legitimität und Rechtfertigung politischer und religiöser Autorität und Machtausübung vor dem Geist der Freiheit und Liebe des erwachsenen Menschen, der sich selbst aber erst in einem individuellen Entwicklungsprozess entwickelt – das bleibt unser Spannungsboden, wie und wo auch immer wir uns positionieren, außerhalb und innerhalb der Freimaurerei. Sind wir deshalb den Jakobiten verpflichtet, oder doch eher den Moderns? Ein jeder prüfe sich selbst – ein jeder Ritus sich auch. Für interessierte Brüder ist ein Manuskript der Heidelberger Gespräche „Legenden und Wirklichkeit“ wieder einige Zeit unter viveritatis@gmail.com als PDF erhältlich.

Text: Br. Ralph-Dieter Wilk

Meisterwechsel zum 105. Stiftungsfest in Stuttgart

„Bevor aus Dauerhaftem geliebte Gewohnheit wird, muss Veränderung erfrischen.“

  Im Sinne dieser Worte und nach nun 11 Jahren als Logenmeister der Johannisloge LICHT AM STEIN, endete die Amtszeit von Br. Armin Sabol am 25.02.2018. Rund 50 Brüder aus Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim, Heidelberg, Darmstadt und aus St. Gallen feierten mit uns das 105. Stiftungsfest. Die Entpflichtung des alten Logenmeisters sowie die Einsetzung von Br. M. J. K. zum Logenmeister, erfolgte durch den Provinzialmeister der PROVINZIALLOGE VON BADEN-WÜRTTEMBERG, Br. Ralph-Dieter Wilk. Bei dieser Gelegenheit wurde Br. Sabol das große Ehrenzeichen für verdiente Führer von Ordensabteilungen der GLL verliehen.

Br. Armin Sabol, ein Berufsrocker mit brillantem Feingeist, hatte in seiner Amtszeit ein geschicktes Händchen in seiner Rolle als Logenmeister gezeigt und stets weise und besonnene Entscheidungen zum Wohle der Loge und damit der GLLdFvD getroffen. Ihm gelang es über diesen Zeitraum die Loge lebendig zu halten. Gekonnt hatte er es geschafft, die „alte Idee“ mit neuem Zeitgeist angenehm zu verbinden. Er hat sozusagen die Loge gerockt! Sein „Fels in der Brandung“-Charakter war immer ein Garant dafür gewesen, an der Freimaurerei interessierte Menschen bei Gästeabenden zu Suchenden werden zu lassen. So erging es einmal zumindest mir. Ich denke dieses Bild von Br. Armin kann die Bruderschaft von LICHT AM STEIN so bestätigen. Nun soll dies aber nicht zu einer Hymne mutieren, sondern schlicht für elf Jahre Engagement an der Sache, für über 4000 Tage gelebte Freimaurerei und um die 96000 Stunden Brüderlichkeit ein aufrichtiges Danke sein.

In der Zukunft von „Licht am Stein“ darf sich nun der mit überzeugender Mehrheit gewählte und neu eingesetzte Logenmeister; Br. M. J. K., als würdiger Nachfolger für dieses wichtige und zugleich fordernde Amt beweisen. Br. M. J. K. tritt das Amt mit einem großen Vertrauensvorschuss an. Die Bruderschaft von LICHT AM STEIN unterstützt ihn beim Start ins Amt voll und ganz. Liebe Brüder, ich kann euch sagen, man konnte den ganzen Tag über die positive Energie im Logenhaus förmlich spüren. Am Ende eines ereignisreichen und runden Tages mit einer sehr würdigen Tempelarbeit, ist es der Freimaurerei wieder einmal gelungen, Gewohntes zu erneuern, Entferntes zu verbinden und Geliebtes zu erhalten.

Text: Br. Frank Sandell

Heidelberg – 40. Stiftungsfest international
Viele besuchende Brüder und ein Meisterwechsel

Fragt man in Australien welche Städtenamen ihnen zu Deutschland einfallen, werden in der Regel zwei genannt: Berlin und Heidelberg. Das hat sich auch bei der Zusammensetzung der besuchenden Brüder zum 40. Stiftungsfest der Heidelberger JL VI VERITATIS wiedergespiegelt, an dem nicht nur Brüder von überall her aus Deutschland, sondern auch aus Frankreich, Liech-tenstein und der Schweiz teilnahmen.

Im Laufe der vergangenen Jahre haben sich die VI VERITATIS Brüder mit ihren kulturellen Ver-anstaltungen und insbesondere ihren Heidelberger Gesprächen über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht. So beschäftigen sich die Heidelberger Gespräche über den Humanismus hinaus nicht nur historisch mit humanistischen und freimaurerischen Themen, sondern insbe-sondere auch mit aktuellen.

Eines dieser beispielhaft tagesaktuell spannenden Themen, das derzeit viele Brüder beschäftigt: Wenn es neuerdings im Sprachgebrauch eine moderne Freimaurerei gibt, gibt es dann auch eine unmoderne? Und was betreiben wir dann eigentlich, modern oder unmodern? Hat nicht der von uns allen geschätzte Gotthold Ephraim Lessing gesagt, dass es nur eine Freimaurerei gibt? – Die hohe Zahl der Teilnehmer an den Heidelberger Gesprächen zeigt, dass es ein großes Interesse und viel Gesprächsbedarf zu solchen Themen gibt.

Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass auch von weither viele Brüder aus befreundeten Logen angereist kamen und mit ihrer Präsenz dieses 40. Stiftungsfest mit Meisterwechsel auf-werteten. Der scheidende Logenmeister Br. Ralph-Dieter Wilk bedankte sich in seiner Rede an die Bruderschaft dafür, dass sich die Jahre über jeder als Teil eines Ganzen gesehen und sich im Rahmen seiner individuellen Fähigkeiten eingebracht hat und so das „WIR“ gewinnen konnte. Der Landesgroßmeister Br. Günter Stolz verlieh ihm das von der Bruderschaft beantragte Eh-renzeichen für verdiente Brüder von Ordensabteilungen und betonte gleichzeitig, dass sich Br. Wilk ja nunmehr ausschließlich seinem Amt als Provinzialmeister von Baden-Württemberg hin-geben kann.

Sodann setzte der Landesgroßmeister den von der Bruderschaft einstimmig gewählten Br. Werner H. Heußinger zum neuen Vorsitzenden Meister ein. Br. Heußinger hat sich lange auf dieses Amt vorbereitet und auch in den vergangenen Jahren in enger Partnerschaft mit Br. Wilk die Heidelberger Gespräche vorangebracht. Darüber hinaus ist er als Beauftragter des Vorstan-des für die Freimaurerische Forschungsvereinigung FREDERIK aktiv. Mit ihm und einer einge-spielten Bruderschaft ist ein fließender Hammerwechsel sichergestellt.

Autor: Peter Rönn

Besuch der Andreasloge „Nordiska Cirkeln“ 2018

Wenn aus Brüdern Freunde werden

Wie seit vielen Jahren, besuchen Brüder der Berliner Andreasloge „Indissolubilis“ das Stiftungsfest der Schwedischen Partnerloge „Nordiska Cirkeln“ in Stockholm. Wie auch in den vergangen
Jahren werden sie von Schwestern und Brüdern anderer Obedienzen begleitet.

Stockholm ist nicht nur eine Reise für uns Brüder wertvoll, denn die Schwedische Hauptstadt wird auch als das „Paris von Skandinavien“ bezeichnet. Dies ist u.a. den Architekten der Stadt geschuldet, welche extra aus Paris und Frankreich hergebracht worden sind, um ein solches Stadtbild zu erschaffen.

So ist es für unsere mitreisenden Schwestern und auch für uns eine schöne Abwechslung und Erholung, die vielen Museen, Einkaufspassagen und Restaurants zu erkunden. Ein Grund, warum der eine oder andere auch mal ein paar Tage länger in Stockholm verbringt.

Für uns Brüder sind natürlich das Ordenshaus und die festliche Arbeit die Highlights. Das Stockholmer Logenhaus bietet für jeden Grad einen eigenen Tempel, mit imposanter beeindruckender Einrichtung. Es ist ein Ereignis, das einfach erlebt anstatt erzählt werden sollte. Schwestern dürfen bei einer Führung sich ebenfalls einen Eindruck von diesem historischen Bauwerk verschaffen.

Für uns Brüder ist die Arbeit mit unseren Schwedischen Mitbrüdern ein unbeschreibliches Erlebnis. Auch war es uns in diesem Jahr möglich, am Vortag des Stiftungsfestes bei der Johannisloge „Adolf Fredrik“ an einer eindrucksvollen Arbeit in III teilnehmen zu dürfen.

Der Anschluss des Stiftungsfestes bot eine Menge Zeit für intensive und freimaurerische Gespräche. Sie zeigten mir, dass die Bruderkette lebendig und allumschließend ist; Nationen und Obedienzen übergreifend.

Um diesen wundervollen Tag des Stiftungsfestes ausklingen zu lassen, trafen wir uns noch alle im Grand Hotel, um mit den Schwestern und Brüdern in geselliger Atmosphäre den Blick auf den Königspalast zu genießen.

Stockholm, das ist mein Fazit, ist immer eine Reise wert. Der Besuch des Stiftungsfestes unserer Partnerloge „Nordiska Cirkeln“ ist für mich zu einem festen Ritual geworden, bei dem ich persönlich nur gewinnen kann. Ich meine damit, die positiven Erlebnisse, die Gespräche mit den Schwedischen Brüdern und das Erleben der Schwedischen Rituale. Am meisten freue ich mich über die Freunde die ich gewonnen habe, denn so eine Reise bietet die Möglichkeiten sich näher kennen zu lernen.

Und so geschieht es, dass aus Brüdern Freunde werden.

Bruder Christian Becker
JL „Kurfürstin Luise Henriette“

Das Ehrenmitglied mit seinem Paten

JL „Zum Widder“ Potsdam beim 201. Stiftungsfest der JL „Zur unverbrüchlichen Einigkeit“ Hamburg.

Eine Bruderkette Potsdam-Hamburg die uns brüderlich zusammenführt.

Potsdam und Hamburg haben in der Freimaurerei eine besondere Geschichte. Es verbindet Tradition und modernes Denken seit der Zeit Friedrichs des Großen. Die Denkmäler der Kultur können wir heute noch in den Gebäuden und Parks erkennen. Aber auch die geistige Kultur der Aufklärung gehört dazu. In der Johannisloge zum Widder arbeiten wir dieser Tradition. Gegründet in 1776 sind wir mit heute über 50 Brüdern und einem Alters-Durchschnitt von unter 48 Jahren eine der ältesten Freimaurerlogen im Großraum Berlin/Brandenburg. Wir pflegen die brüderliche Zusammenarbeit über nationale und Organisationsgrenzen hinweg. So leisten wir unseren Beitrag für die Weltbruderkette und empfangen als Lohn vielfältige Anregungen für unseren Weg.

Es gibt eine tiefe Sehnsucht der Menschen nach Frieden, Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit und es hat immer schon starke Initiativen und engagierte Vordenker gegeben, die für eine bessere Welt und ein besseres Miteinander eingetreten sind. Auf diesem Weg sind wir Freimaurer Idealisten, die nicht nur solche Ziele erträumen, sondern auch wissen, dass man dazu das Machbare des Denkbaren auch tun muss. Dafür bauen wir neue Kontakte auf und pflegen alte Beziehungen. Konkret konnten wir durch internationale Besuche und Gegenbesuche neue Eindrücke und Ideen gewinnen und ein offenes Programm mit Vorträgen und Begegnungen organisieren, die interessierte und Suchende zu uns gebracht haben.

Es war eine große Freude, dass wir unseren Bruder Ronald Neumann mit 17 Brüdern begleiten konnten, als er in seiner Mutterloge, „Zur unverbrüchlichen Einigkeit“ in Hamburg, beim 201. Stiftungsfestes Ehrenmitglied wurde. Zusammen mit seinem Paten, dessen Jubiläum für 50 Jahre Arbeit als Freimaurer gleichzeitig begangen werden konnte, war es ein besonderes Erlebnis. So wird die Verbundenheit gepflegt und neue persönliche Verbindungen aufgebaut.

Autoren und Fotos: Ernst-Friedrich Fuchs und Dirk Heese

Geheime Rituale und ein Frauenverbot: Zum Jubiläum der Freimaurer erklären zwei Kasseler, was es mit dem sagenumwobenen Bund wirklich auf sich hat.

Am 24. Februar feiert die Kasseler Freimaurer-Johannis-Loge „Zur Freundschaft“ ihr 125-jähriges Bestehen. Wir sprachen mit dem Vorsitzenden Meister des geheimnisumwobenen Bundes in Kassel, Ullrich Wieczorek, sowie Vereinsmitglied, als „Bruder“ bezeichnet, Hilbert Freiherr von Löhneysen.
Was ist das eigentlich, Freimaurerei?
Ullrich Wieczorek: Es geht im Großen und Ganzen allein darum, an sich als Mensch zu arbeiten, sich charakterlich zu verbessern. Dazu verwenden wir Rituale, die unser Denken anregen. Wir halten uns beim Ausüben der Rituale gemeinsam in einem großen Raum auf, in unserem Tempel. Eigentlich ist Freimaurerei nichts anderes als Erwachsenenbildung (lacht), eine Art Volkshochschule.
Was bedeutet es Freimaurer zu sein?
Wieczorek: Es ist die ständige Aufforderung: Arbeite an dir selbst! Unsere über Jahrhunderte gewachsenen Rituale sind Mittel zum Zweck.
Wie muss ich mir diese Rituale vorstellen?
Wieczorek: Vereinfacht: Es gibt eine Ansprache, eine Rede. In unserem Tempel sind wir dabei von Arbeitstafeln umgeben, auf denen sich Symbole befinden. Beispiele für diese Symbole sind der Winkel und der Zirkel, die für die Freimaurer an sich stehen. Das Ritual enthält Wechselgespräche zwischen symbolisch handelnden Personen. Dabei kann es vorkommen, dass ein Sinnieren zum Beispiel über das Symbol des rechten Winkels zu den Begriffen Recht und Gerechtigkeit führt.
Hilbert von Löhneysen: Es gibt ein Ritual, da findet zwischen dem Meister und Brüdern ein Zwiegespräch statt. Dabei ist der Rahmen eine viereckige Sitzordnung und die Brüder sitzen dort symbolisch für Gott, für die Vernunft und das Gewissen. Als Gotteskinder sind wir ja mit Vernunft und Gewissen ausgestattet. Mit diesen Werkzeugen kann man sein Handeln abmessen. Vernunft und Gewissen kontrollieren sich gegenseitig. Damit kann man weit kommen.
Wieczorek: Letztlich geht es um die Frage: Wie gehe ich mit dem anderen um? Unsere Treffen finden einmal die Woche statt, in einem würdevollen, ja feierlichen Rahmen. Die Brüder tragen zu den Treffen einen schwarzen Anzug oder Frack.
Von Löhneysen: Der Charakter bildet sich durch Erlebnisse und unsere Rituale stehen dafür stellvertretend. Der Erlebniseffekt ist wichtig. Die Erkenntnisse, die ich aus der Interpretation des Symbols ziehe, indem ich sage: Ich muss mich ändern.
Sie bemühen sich, edle Menschen zu werden. Verzweifeln Sie da nicht manchmal an der Welt, wo von einer Verfeinerung des Menschengeschlechts häufig wenig zu spüren ist?
Wieczorek: Ja, durchaus.
Von Löhneysen: Die Freimaurerei will erreichen, dass der Einzelne etwas verändert, frei nach dem Motto „Make a good man better“. Dahinter steht die Hoffnung, dass darüber auch die Welt sich ändert. Dabei ist der Versuch, sich selbst zu ändern, ein schwieriger Weg. Die Freimaurerei lehrt uns deshalb, dass man nach einem Straucheln wieder aufsteht und einen neuen Weg geht. Unsere Tempelarbeit bezieht sich auf den Tempel Salomos aus dem Alten Testament. Der Tempel wurde 1000 vor Christus immer wieder zerstört und neu aufgebaut und ist ein Symbol dafür, dass alles Menschenwerk Stückwerk ist. Im Laufe der Zeit stellt man aber fest: Man kann sich ändern, man wird ruhiger, duldsamer.
Wieczorek: Und verständnisvoller.
Können Sie das freimaurerische Geheimnis lüften?
Von Löhneysen: Es gibt gar kein Geheimnis. Das Geheimnis ist das Erleben des Rituals.
Wieczorek: Wenn ein Bruder ein bestimmtes rituelles Erleben hat, dann ist das schwierig in Worte zu fassen.
Von Löhneysen: Die Zucht der Zunge ist zudem wichtig, um zu eigenen Erkenntnissen zu kommen. Ein Bruder ist verpflichtet, das, was er im Ritual erfährt, nicht nach außen zu tragen.
Es ist verboten?
Von Löhneysen: Mit dem Ehepartner darf man natürlich darüber reden.
In heutiger Zeit könnte man das Streben der Freimaurer als Sinn-Suche bezeichnen. Sprechen Sie damit nicht sehr viele Menschen an?
Wieczorek: Theoretisch ja. Wir sind ja kein Geheimbund. Jeder kann Mitglied unserer Loge werden, vorausgesetzt er ist „ein freier Mann von gutem Ruf“. Ein potenzieller Bruder muss den Willen haben, gewisse eigene Gedanken zu entwickeln. Befehlsempfänger sind bei uns fehl am Platz. Entweder sprechen uns Interessierte an – immer häufiger übrigens über das Internet – oder wir sprechen jemanden an. Es gibt Gästeabende zum Kennenlernen. Am Ende wird demokratisch entschieden, wer aufgenommen wird. Auch dafür gibt es natürlich ein Ritual, die Kugelung. Dabei geben die Brüder weiße Kugeln für eine Zustimmung und schwarze Kugeln für eine Ablehnung ab.
Gibt es keine weiblichen Mitglieder?
Wieczorek: Das ist zugegebenermaßen ein kritisches Thema. Es ist uns nach den Vorgaben der Großloge nicht erlaubt, Frauen aufzunehmen. Es gibt allerdings Frauenlogen und auch gemischte Logen, zu denen wir auch Kontakt pflegen. Zurzeit wird die Geschichte der Freimaurer wissenschaftlich aufgearbeitet. Es kann durchaus sein, dass sich da auch hinsichtlich der Mitgliedschaft von Frauen etwas ändert. Aber das wird ein langwieriger Prozess. Frauen sind aber bei unseren Gästeabenden willkommen.
Wie steht es um andere Mitgliedschaften parallel zu den Freimaurern?
Wieczorek: Da gibt es keine Probleme. Einige unserer Brüder sind Parteimitglieder, in Kirchengemeinden aktiv und auch in anderen Vereinen. Sie sind häufig in der Öffentlichkeit engagiert.
Wie modern sind die Freimaurer? Leben Sie nicht eher rückwärtsgewandt?
Von Löhneysen: Wir sind beides, in vielen Fragestellungen hochaktuell und mit unseren Jahrhunderte alte Ritualen rückwärtsgewandt.
Wieczorek: Die Themen unserer Vorträge reichen vom „Sonnensturm“ bis zur „Inklusion“.
Das Geheimnis der Freimaurer
Die Freimaurerei, auch Königliche Kunst genannt, versteht sich als ein ethischer Bund freier Menschen mit der Überzeugung, dass die ständige Arbeit an sich selbst zu einem menschlicheren Verhalten führt. Die fünf Grundideale der Freimaurerei sind laut Wikipedia Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität. Sie sollen im Alltag gelebt werden. Die Freimaurer organisieren sich in sogenannten Logen.
Nach ihrem Selbstverständnis vereint die Freimaurerei Menschen aller sozialen Schichten, Bildungsgrade und Glaubensvorstellungen. Die Konstitution der ersten Großloge wurde am 28. Februar 1723 im britischen Postboy öffentlich beworben und bildet die Grundlage der heutigen Freimaurerei.
Freimaurer haben sich der Verschwiegenheit und dem Grundsatz verpflichtet, freimaurerische Bräuche und Logenangelegenheiten nicht nach außen zu tragen. Die Zeremonien und Alten Pflichten der spekulativen Freimaurerei werden auf Gebräuche und Unterlagen historischer Steinmetzbruderschaften zurückgeführt. Schon im 9. Jahrhundert zogen Handwerker, die sich zu Zünften zusammengeschlossen hatten, durch das Land, um auf Baustellen zu arbeiten. Besonders zu den Klöstern, wie den Benediktinern, bestand eine Verbundenheit. Im Laufe der Jahrhunderte wurden die Handwerker unabhängiger und schlossen sich zu einer Art Geheimbund zusammen.
Der Begriff Freimaurer oder „Freemason“ taucht zum ersten Mal im englischen Exiter auf. Beim Bau der Kathedrale 1396 waren freie Handwerker beteiligt. Über hundert Jahre später taucht der Begriff Freimaurer in den Reichstatuten von König Heinrich VII. auf. Die zwei bekanntesten freimaurerischen Symbole sind der Winkel und der Zirkel. Zu bekannten Freimaurern zählen Goethe, Herder, Friedrich der Große, Mozart. Die Zahl der Freimaurer weltweit wird auf etwa fünf Millionen geschätzt, davon drei Millionen in den USA.
Die Kasseler Johannisloge
Im Jahr 1893 haben zehn Freimaurer in Kassel die Loge „Zur Freundschaft“ gestiftet. „Seitdem sind wir mit unseren Werten und Engagement als Freimaurer in unserer Stadt und der Region tätig“, heißt es zum Jubiläum. Die Johannisloge „Zur Freundschaft“ war 1935 von den Nazis verboten worden. 1948 wurde sie wieder reaktiviert.
Seit 1985 hat sie im Haus Murhardstraße 6 ihre Sitz und Versammlungsort. Die Johannisloge zählt 50 Brüder. Sie ist die größte der vier Kasseler Logen. Insgesamt gibt es in Deutschland 12 000 Freimaurer.
Ullrich Wieczorek (65) ist in Kassel geboren, als Bankkaufmann und Versicherungsfachwirt hat er 35 Jahre lang selbstständig gearbeitet. Er ist der Vorsitzende Meister der Freimaurer Johannis-Loge „Zur Freundschaft“. In seiner Heimatgemeinde Niestetal hat er sich unter anderem im Kirchenförderkreis engagiert. Er ist verheiratet, Vater von vier Kindern und Großvater von vier Enkelkindern.
Hilbert Freiherr von Löhneysen, 1941 in Berlin geboren, hat Jura in Berlin, Erlangen und Göttingen studiert. Seit 1969 lebt der heute 76-Jährige in Kassel. 35 Jahre lang war er im Kasseler Rathaus tätig, zuletzt als Leiter des Ordnungsamts. Er ist verheiratet, Vater von zwei Töchtern und Großvater von zwei Enkeltöchtern.

Autor: Christina Hein
chr@hna.de

Hamburg. Mit einem Scheck über 6.000 Euro kamen im Dezember der Provinzialmeister von Niedersachsen, Ekkehard Demuth, der Vorsitzende der Emil-Artus-Stiftung, Jens Fechner, und der Schatzmeister der PL Niedersachsen, Stefan Frankrone, ins Haus Zinnendorf, um dieses Geschenk zu überreichen.

Ein Betrag, den das Haus Zinnendorf gut gebrauchen kann, denn mit dieser Spende kann der Aufwand für die neu anzuschaffende Satellitenanlage über die Hälfte reduziert werden. Die Satellitenanlage soll den Bewohnerinnen und Bewohnern einen adäquaten Fernsehempfang in ihren Zimmern ermöglichen. Voller Freude nahm daher der Vorsitzende der Zinnendorf Stiftung, Br. Volker Rechlin, den Scheck entgegen und bedankte sich bei den Überbringern.

Autor: Torsten Küster

Unter der Leitung des Landesgroßmeister, Br. Günter J. Stolz und der Mitwirkung des Ordens+Meisters, Br. Achim Strassner, trafen sich die Provinzialmeister und Großbeamten der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland am Samstag den 3. Februar im Ordenshaus zu Berlin. Eines der Themen war die Digitalisierung, die jetzt Schritt für Schritt auch Einzug in Verwaltungsvorgänge der Großloge hält. So wurde übereinstimmend angeregt, zukünftig die Unterlagen für die jährlich stattfindende Hauptversammlung den Teilnehmern ausschließlich in elektronischer Form zur Verfügung zu stellen. Dies könnte schon bei der kommenden Hauptversammlung im Mai beschlossen werden. Der Landesgroßmeister informierte die Anwesenden unter anderem über den aktuellen Sach- und Planungsstand beim Umbau des Ordenshauses. Die Provinzialmeister ihrerseits berichteten über das Geschehen in den einzelnen Regionen. Am Ende des mehrstündigen Erfahrungs- und  Meinungsaustausches stand ein gemeinsames Mittagessen.

Autor: Günter Stolz