Beiträge

SALON des Ordens+Meisters
mit
Prof. Dr. Karl Pilny
„China – Aufklärung und ihr Gegenteil mittels Digitalisierung“

Im Salon des Ordens+Meisters stellen aktive Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Kultur aktuelle und zukunftsgerichtete Themen vor und treten anschließend in eine Diskussion. Dr. Jonas Moßler, KI-Start-up-Unternehmer und Gast beim Salon im Ordenshaus in Berlin-Dahlem am 20. Oktober 2021 bringt es auf den Punkt: „Beim Salon des Ordens+Meisters wird der Beweis erbracht, dass Freimaurerei auch eine Plattform sein kann, damit unterschiedliche Menschen miteinander in Kontakt und in Kommunikation treten können.“ Mimoza Ahmetaj, Botschafterin der Republik Kosovo in Straßburg und ebenfalls Gast beim Salon, ergänzt: „…dies ist wichtig, um Brücken zu bauen und um scheinbar unüberwindbare Differenzen doch zu bewältigen. Daher erfüllt dieser Salon eine wichtige Aufgabe.“ In jedem Fall schwingt beim Salon des Ordens+Meisters aus- oder unausgesprochen die Frage mit: „Brauchen wir eine zweite Aufklärung – und wenn ja, brauchen wir dazu die Freimaurerei?“.


-von links: Prof. Dr. Karl Pilny, Werner H. Heussinger, Ralph-Dieter Wilk, Horst Reimann und Dr. Uwe Matthes-

Der Referent und Diskussionsgast am 20. Oktober 2021 war Prof. Dr. Karl Pilny. Er gehört zu den gefragtesten deutschen Asienkennern und ist ein gern gesehener Gast in Botschaften und auf nationalen und internationalen Kongressen. Einem breiteren Publikum ist er durch seine zahlreichen Bücher und seine regelmäßige Medienpräsenz bekannt (u.a. als kompetenter Interviewgast und Kommentator bei den Fernsehsendern n-tv, n24 / Welt und 3sat). Karl Pilny ist Mitglied des Präsidiums des Bundesverbands Deutsche Seidenstraße Initiative, dem zentralen Ansprechpartner zum Thema Seidenstraße für Politik, Kultur und die Interessen der deutschen Volkswirtschaft auf allen Ebenen. Er arbeitete am Max-Planck-Institut für Geistiges Eigentum, Steuer- und Wettbewerbsrecht als Referent für Japan und lehrte als Gastprofessor deutsches Recht an den Universitäten Kyōto und Osaka. Als international erfolgreicher Anwalt leitete Karl Pilny die Büros bedeutender Anwaltskanzleien in Hongkong, Tokio, Brüssel, Paris und London u.a. als Partner der renommierten und ältesten Anwaltskanzlei der City of London, Travers Smith.


-Das Impulsreferat und die Diskussion wurden in Ton und Bild festgehalten-

Nach der Begrüßung durch den Landesgroßmeister Horst Reimann und einer inhaltlichen Einführung in den Abend durch den Landesgroßredner Werner H. Heussinger startete der Salon mit einer musikalischen Untermalung durch die chinesische Pianistin Shuizi Tong. Die junge Pianistin, geboren in Jingzhou, Provinz Hubei, China, begann in frühester Kindheit Klavier zu spielen und gewann schon früh Wettbewerbe. Seit 2019 studiert sie an der Akademie für Musik Berlin bei Prof. Ya-ou Xie. „Die Akademie für Musik Berlin hat ihr im Januar 2020 das Schimmel-Stipendium und den Sonderpreis für Kammermusik verliehen“, kommentierte der Laudator Ralph-Dieter Wilk ihre außergewöhnliche und künstlerisch anspruchsvolle musikalische Begleitung an diesem Abend.

Prof Dr. Karl Pilny machte den Gästen des Salons klar, dass wir in einer historischen Zeitenwende leben. Der scheinbar unaufhaltsame Aufstieg Chinas zur globalen Supermacht ist für Pilny in jedem Fall in aller Munde. Manche Beobachter sprechen ihm zu Folge bereits von einer tektonischen Plattenverschiebung. Prof. Pilny wörtlich: „Die Ablösung der gegenwärtigen Supermacht USA durch China und die Frage, ob dies friedlich geschehen wird, ist sicherlich von zentraler Bedeutung.“ Und der Ordens+Meister, Dr. Uwe Matthes, spitzte zu: „China setzt grundsätzlich die Möglichkeiten der Digitalisierung wie kein anderes Land viel rigoroser um. Das Reich der Mitte propagiert einen neuen Sozialismus chinesischer Prägung, ja einen neuen Menschen- und Gesellschaftsentwurf. Welchen Platz wird in der sich neu ordnenden Welt die Freimaurerei einnehmen?“ Nach einer lebendigen und inhaltsstarken Diskussion zwischen Prof. Dr. Karl Pilny und dem OrdensMeister Dr. Uwe Matthes wurden die Gespräche im Clubraum und im Preußenzimmer des Ordenshauses bei Wein und kleinen Speisen in gemütlicher und vertraulicher Atmosphäre fortgesetzt.

-Botschafterin Mimoza Ahmetaj und Landesgroßmeister Horst Reimann-

Text und Bilder: Werner H. Heussinger

Vorankündigung für den SALON des Ordens+Meisters
am Freitag, 28. Januar 2022
Kirche, Humanismus und zweite Aufklärung
Warum die Aufrechterhaltung westlicher Werte von Demokratie und geistiger Freiheit überlebenswichtig sind.

Der katholische Geistliche an der römischen Kurie DDDr. Dr.h.c.mult. Michael Heinrich Weninger war österreichischer Botschafter und Mitglied im Päpstlichen Rat für den Interreligiösen Dialog im Vatikan. Als Autor des Buches „Loge und Altar“ setzt er sich für die Versöhnung der katholischen Kirche mit der Freimaurerei ein.

Hintergrundinformation zum Salon des Ordens+Meisters:

Die Protektoren und Orden+Meister des christlichen Freimaurerordens (Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland) hatten und haben seit über 250 Jahren die geistigen Schätze des Ordens zu beschützen und zu entwickeln. Das auch, indem sie diese mit und in den geistigen Auseinandersetzungen ihrer Zeit konfrontieren. Sie sind somit „Spiritus rector“ für die Bruderschaft. Außerhalb der Freimaurerei waren sie Generäle, Wissenschaftler, Kaufleute ja sogar Herrscher, wenn man an den ersten Protektor Friedrich den Großen oder den Ordensmeister und Kronprinzen, den späteren Kaiser Friedrich III. denkt.