
Freimaurerorden
67 x 136 cm, 2015

Das Licht des chinesischen Altertums konzentrierte sich auf die drei Mittelpunkte: Laozi, Konfuzius und Buddha. Laozi und Konfuzius verkörpern eine spezifisch chinesische Weisheit und der Konfuzianismus ist in erster Linie eine humanistische Lehre der moralischen und staatspolitischen Gestaltung; der Daoismus ist primär eine naturverbundene Religion des Heilens.
Das Eindringen des Buddhismus in China war ein Ereignis, sowohl für den Daoismus und Konfuzianismus, als auch für den Buddhismus selbst.
Der Buddhismus übernahm auf der einen Seite viele Werte vom Daoismus und Konfuzianismus, auf der anderen Seite behielt er aber seine Grundidee, die Erlösung vom Karma. Trotz verschiedener Ausrichtungen konnten die drei Religionen zusammenleben. Dies spricht vor allem von einem Geist der Toleranz und Harmonie, der überhaupt ein wesentliches Kennzeichen chinesischer Kultur ist.
Die chinesische Tuschmalerei ist eine traditionsreiche Kunstform, die mit wenigen, präzisen Pinselstrichen beeindruckende Landschaften, Pflanzen oder Tiere darstellt. Sie basiert auf der Harmonie von Wasser und Tusche, wobei unterschiedliche Abstufungen von Schwarz Tiefe und Dynamik verleihen.
Besonders geschätzt wird die Ausdruckskraft der Linien, die mit variierendem Druck und Tempo geführt werden. Diese Kunstform erfordert jahrelange Übung und spiegelt nicht nur handwerkliches Können, sondern auch die geistige Haltung des Künstlers wider. Sie verbindet Malerei und Kalligrafie zu einer einzigartigen ästhetischen Erfahrung.
