
Freimaurerorden
52 x 99 cm, 2004

Im Mahayana-Buddhismus entwickelte sich das Wesen der buddhistischen Philosophie in einem chinesischen Kontext, während man gleichzeitig die praktischen Methoden der Meditation und Hingabe predigte.
Die Mahayana-Schulen liefen von Anfang an auf eine Neuformulierung der buddhistischen Lehre hinaus. Der Name bedeutet „Großes Fahrzeug“ und steht für das Ziel, alle fühlenden Wesen aus Samsara (endloser Kreislauf von Geburt, Tod und Wiedergeburt) zu befreien.
Die Lehren des zweiten Drehens des Dharma-Rades durch Buddha Shakyamuni wurden von Nagarjuna und Asanga enthüllt und etwa 500 Jahre nach Buddhas Tod ausgiebig gelehrt.
Die chinesische Tuschmalerei ist eine traditionsreiche Kunstform, die mit wenigen, präzisen Pinselstrichen beeindruckende Landschaften, Pflanzen oder Tiere darstellt. Sie basiert auf der Harmonie von Wasser und Tusche, wobei unterschiedliche Abstufungen von Schwarz Tiefe und Dynamik verleihen.
Besonders geschätzt wird die Ausdruckskraft der Linien, die mit variierendem Druck und Tempo geführt werden. Diese Kunstform erfordert jahrelange Übung und spiegelt nicht nur handwerkliches Können, sondern auch die geistige Haltung des Künstlers wider. Sie verbindet Malerei und Kalligrafie zu einer einzigartigen ästhetischen Erfahrung.
