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Der Orden

Johannisloge "Zum Pelikan"
 
Gegründet 1771, Matrikel Nr. 9

 
Eine Loge stellt sich vor                 

Am 16. März 1771 stiftet Johann Sigismund Kossela de Solna, Obrist Lieutenant der kgl. dän. Cavallerie mit Unterstützung von Brüdern der Johannisloge "Zu den drey Rosen" und "Zur goldenen Kugel" die ehrwürdige Johannisloge "Zum Pelikan" – Symbol christlicher Nächstenliebe – im damals dänischen Altona. Sie war die erste Loge Holsteins. Da die Johannisloge "Zum Pelikan" älter als die Provinzialloge von Niedersachsen ist, hat sie keine Stiftungsurkunde erhalten.

In den ersten Jahren war es dem "Pelikan" gelungen, eine Anzahl dänischer Beamten als Brüder aufzunehmen. Diese erhielten jedoch 1776 den hoheitlichen Befehl den "Pelikan" zu verlassen. Sechs Brüder, die diesem Befehl folgten, gründeten 2 Tage später in den Räumen des "Pelikans" mit dessen Inventar die Loge "Juliane zu den 3 Löwen" nach dem System der "strikten Observanz". Deren Logenmeister, kgl. dän. Geheimrat und Oberpräsident von Altona, ließ die Arbeiten des "Pelikans" auf Altonaer Gebiet verbieten, dessen Logenzimmer schließen und das Inventar zu Gunsten der Julianenloge beschlagnahmen. Der Zusammenbruch der Loge schien sicher. Nur die Beharrlichkeit einiger überzeugter Brüder und die Mithilfe der beiden Hamburger Schwesterlogen ermöglichten das Überleben. Erst 2 ½ Jahre später wurde nach einer Beschwerde der Provinzialloge von Niedersachsen beim König von Dänemark das Mobiliar des "Pelikans" zurückgegeben. Dennoch lastete der behördliche Druck auf den Logenarbeiten und Aufnahmen konnten kaum verzeichnet werden.

Nachdem die Verbote und Schwierigkeiten für den "Pelikan" immer weiter wuchsen, wurde der Sitz der Loge auf den Hamburger Berg, den Raum zwischen den Stadttoren, verlegt. 1801 wurde dort das neue Logenhaus eingeweiht, die Zahl der Mitglieder stieg und die Loge konnte wieder regelmäßig arbeiten.

Durch die französische Besetzung Hamburgs 1810 wurde der weitere Aufstieg der Loge jäh unterbrochen. Die Logen sollten sich dem "Grand Orient de France" anschließen. Damit nicht genug wurden im Winter 1813/14 aus militärischen Gründen sämtliche Häuser auf dem Hamburger Berg und damit auch das Logenhaus niedergebrannt. Der "Pelikan" war heimatlos und fand brüderliche Aufnahme bei den Hamburger Logen, die ebenfalls geschwächt aus der Franzosenzeit hervorgingen. Gegenseitige Unterstützung war schon damals das Gebot der Zeit. Im Sommer 1816 beschlossen die Brüder in Hamburg zu bleiben. Hier wuchs der "Pelikan" ruhig und stetig weiter, so daß auch weitere Logen gestiftet werden konnten ("Zur unverbrüchlichen Einigkeit" – 1817; "Boanerges zur Bruderliebe" – 1832). Die wachsenden Mitgliederzahlen zwangen die Brüder ständig neue Räume zu suchen. Die Suche endete 1904 nach fast 100 Jahren mit Gründung der Logenhausbauvereinigung in dessen Vorstand auch "Pelikanbrüder" vertreten waren. Mit der Lichteinbringung am 18. Oktober 1909 hat die Johannisloge "Zum Pelikan" im Logenhaus an der Moorweidenstraße ihre Heimat gefunden.

Auf dem Höchststand zählte der "Pelikan" mehr als 400 Brüder!! bevor er sich 1935 "freiwillig auflöste". Während der Nazizeit traf man sich mit äußerster Vorsicht in kleineren Kreisen von 6 bis 11 Brüdern, so daß der freimaurerische Geist erhalten blieb und 1946 immerhin 62 Brüder ihren erste Logenmeister nach der Verbotszeit wählten, der am 23. April 1948 eingesetzt wurde. Haben früher äußere politische Umstände immer wieder die Existenz des "Pelikans" bedroht, so ist die neuere Vergangenheit geprägt vom wechselhaften auf und ab.

Heute sind wir eine der kleinsten Logen der Provinzialloge von Niedersachsen und arbeiten eng mit den anderen "Dienstagslogen" zusammen, insbesondere bei Aufnahmen, Beförderungen und dem alljährlichen Schwesternfesten. Mit einem Durchschnittsalter von 55 Jahren sind wir aber auch eine junge Loge mit engagierten Brüdern, die mutig und zuversichtlich in die Zukunft schauen und die Traditionen achten. Als einzige Johannisloge in Hamburg ist bei uns noch heute die alljährliche Festarbeit zu Ehren des Vaterlandes unverzichtbarer Bestandteil des Arbeitsplans.

Wir freuen uns über Interessenten, welche mit uns am Tempel der Humanität bauen wollen. Hier können Sie Kontakt zu uns aufnehmen. Gern werden wir Sie einladen.

Kontaktadressen:

Karl-Heinz Schorcht
Hasselbrookstr. 31
22089 Hamburg
Fax: (040) 25 491 207

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Logenräume:
Logenhaus, Moorweidenstr. 36, 20146 Hamburg
Tel.: (0 40) 44 37 23