Freimaurerorden

Der Freimaurerorden präsentiert
Kunst und Kultur im Ordenshaus

Öffnungszeiten

Dienstags 11 – 14 Uhr

(März – Juni) und nach Vereinbarung, Tel: +49 (0)30 8417160, Mail: sekretariat@freimaurerorden.org

„Licht der Welt“
Dr. John Zhou | Maler · Arzt · Autor

Kulturverein der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland gemeinsam mit der KUNSTSAMMLUNG HERZOG im Ordenshaus der Großen Landesloge der Freimauer von Deutschland, Peter-Lenné-Str. 1 – 3, 14195 Berlin-Dahlem, vom 20. Februar bis 31. August 2026

Dr. John Zhou

John Zhou, Sohn einer Opernsängerin und eines Juraprofessors, wurde 1956 in Shanghai geboren. Er stammt aus der Linie des berühmten Philosophen Zhou Dunyi (1017 – 1073), dem ersten Denker des Neokonfuzianismus, der dazu beitrug, dass diese Zeit zu einem Wendepunkt in der Philosophiegeschichte Chinas wurde.

Schon als Kind erhielt John Zhou Unterricht in den vier traditionellen chinesischen Künsten: Qin (musikalische Ausbildung), Qi (Qigong-Ausbildung), Shu (Literatur-Ausbildung) und Hua (Malerei- und Kalligrafie Ausbildung).

Der Unterricht in diesen vier Fächern steht im Mittelpunkt der traditionellen konfuzianischen Erziehungsform in China.

Nach seinem Medizinstudium in Beijing arbeitete John Zhou dort als Orthopäde an der Universität für chinesische Medizin, 1996 promovierte er in Deutschland an der Universität Witten-Herdecke.

Neben seiner Tätigkeit als Arzt gründete er 1995 den Ost-Zhou-Verlag und veröffentlicht u.a. Bücher über die traditionelle chinesische Kultur. Es ist sein Anliegen, die Inhalte dieser so reichen 6-tausend Jahre alten Kultur auch im europäischen Kulturraum einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Seine Liebe gilt aber auch besonders der traditionellen chinesischen Malerei, die er seit frühester Kindheit praktiziert.

John Zhou befasst sich als Buddhist auch mit christlichen Werten und der christlichen Ethik, was in vielen seiner Werke deutlich wird.

Die Geistesverwandtschaft zwischen der buddhistischen und der christlichen Lehre wird durch die folgenden überlieferten Kernsätze dokumentiert
  • Buddha spricht: „Macht meine Lehre zu Eurem Licht! Werdet selbst Licht!“
  • Und in der Bergpredigt Jesu heißt es: „Ihr seid das Licht der Welt! Euer Licht soll leuchten vor den Menschen, damit sie Eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen!“ (Matth. 5,14)

Die gesamte Erkenntnis und Entwicklung im chinesischen Kulturkreis vollzog sich im Einklang mit der philosophischen Literatur und den Überzeugungen religiöser Lehren. Das Licht des chinesischen Altertums konzentrierte sich auf den Konfuzianismus, den Daoismus und den Buddhismus: diese drei Religions-Philosophien sind das Fundament der chinesischen Weisheit.

Der Konfuzianismus stellt in erster Linie eine humanistische Lehre mit moralischen und gesellschaftlichen Gestaltungen dar, die menschliche Ordnung spielt hier eine zentrale Rolle. Der Daoismus hat auch als naturverbundene Heil-Wissenschaft für die chinesische Medizin große Beiträge geleistet, der Buddhismus als ‚Dritte im Bunde‘ lehrt die Toleranz und Harmonie im menschlichen Miteinander. Diese drei Religionen ergänzen sich und vermitteln eine ganzheitliche Bertachtungsweise der Welt.

In diesem Sinne vermitteln auch die Werke von John Zhou sehr detailreich die Ganzheit der traditionellen chinesischen Lebensphilosophie, die in ihren Werten eine

große Nähe zu den Zielen der im Europa der Aufklärung entstandenen Freimaurerei aufzeigt.

Die freimaurerischen Leitgedanken Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und Toleranz sind in ihrem Kern deckungsgleich mit Harmoniestreben und Friedfertigkeit, die grundlegende Struktureigenschaften der chinesischen Kultur sind.

John Zhou ist durch sein komplexes Werk und sein Engagement zu einem Vermittler zwischen der traditionellen chinesischen und der wissenschaftlich geprägten, europäischen Kultur geworden: fernöstliche Spiritualität und christliche Glaubensinhalte schließen sich nicht gegenseitig aus, sondern ergänzen sich auf eindrucksvolle Weise in dieser Ausstellung unter dem Thema: Licht der Welt

Die Ausstellung umfasst 16 Werke

Tusche / Kalligraphie-Zeichnungen und stellt eine signifikante Auswahl für die genannten Themenkomplexe dar. Ein QR-Code an den jeweiligen Bildern gibt detaillierte Auskunft zu den Bildinhalten.

Buchveröffentlichungen von Dr. John Zhou zur traditionellen chinesischen Medizin TCM und Kultur geben Zeugnis von seinem umfassenden Wissen sind abrufbar www.ost-zhou-verlag.de. John Zhou ist mit seinen Werken auf internationalen Ausstellungen und privaten Kunstsammlungen vertreten.

Klaus-J. Wilcke
Alt-Kapitelmeister und Ordenssenior

Der Freimaurerorden präsentiert
Kunst und Kultur im Ordenshaus
Klaus Buschenhagen, Maler und Freimaurer
ausgewählte Werke von 1980 bis 2019

Ausgewählte Werke von 1980 bis 2019, gemeinsam mit der Kunstsammlung Herzog im Ordenshaus der Großen Landesloge der Freimauer von Deutschland, Peter-Lenné-Str. 1 – 3, 14195 Berlin-Dahlem vom 24. März bis 31. August 2025. Klaus Buschenhagen (1935 – 2024) ist etabliert – ungezählte Ausstellungen im In- und Ausland zeugen von seiner unermüdlichen Schaffenskraft und seinem Ideenreichtum.

Diese Ausstellung präsentiert eine Auswahl seiner Werke mit freimaurerisch-christlichen Bezügen, die zwischen 1980 bis 2019 entstanden sind. Schon früh zeigte sich seine musische Begabung: Der Vater, Lehrer und Organist in der benachbarten Kirche, die Mutter im Künstlermilieu von Opernsängern und Malern aufgewachsen, besuchte er mit 7 Jahren das Konservatorium Kattowitz, erlernte die ersten Pinselstriche bei einer befreundeten Malerin und war schon mit 16 Jahren Gastschüler an der Kunsthochschule in Berlin-Weißensee.

Es folgte noch vor dem Abitur 1955 am Kant-Gymnasium in Berlin ein Gastsemester bei Prof. Karl Hofer, dem Direktor der Berliner Hochschule für Bildende Künste, das seinen Wunsch, Maler zu werden, festigte.

eine Maltechnik mit einem Begriff zu „fixieren“, ist nahezu unmöglich

Ihn als Maler „einzuordnen“ in eine bestimmte Epoche oder Stilrichtung, seine Maltechnik mit einem Begriff zu „fixieren“, ist nahezu unmöglich – und das ist gut so, denn die Vielfalt seiner Werke, seiner Ideen und Vorstellungswelten soll unbegrenzt bleiben.

Die Freiheit des Geistes zeigte sich auch in seinem Studium der Altertumswissenschaften – Gräzistik und Latinistik – und der systematischen Theologie: Hinter die Fassade blicken, den Dingen auf den Grund gehen, um das Wesentliche des Lebens zu erkennen, war sein beständiges Anliegen.

Diese „Disziplinen“– gepaart mit seinem plastischen Vorstellungsvermögen – waren letztlich auch ausschlaggebend für seine Aufnahme in die Johannisloge „Victor Zum Goldenen Hammer“, einer Loge der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland – dem christlichen Freimaurerorden – im Januar 1980.

Eine signifikante Auswahl davon wird in dieser Ausstellung gezeigt.

Hier übernahm er bald auch Ämter und Verantwortung – als Redner, Einführender Bruder, Wortführender Andreasmeister und Kapitelmeister des Großen Ordenskapitels „Indissolubilis“ zu Berlin von 2003 bis 2009. Seine Ernennung zum Tempelmeister erfolgte 2004.

Im geschützten Bruderkreis konnte sein Geist „spazieren gehen“, sich mit gleichgesinnten austauschen, philosophieren, Gespräche über Gott und die Welt führen und seine Erkenntnisse und Erfahrungen zu humanistischen und religiösen Lebens fragen „an den Mann“ bringen: ein souve­räner geistiger Lotse für die Bedeutungstiefen freimaurerischer Symbolik.

In dieser Zeit sind auch Gemälde mit freimaurerisch-christlichen Aspekten entstanden, die er – engagiert, surreal, ironisch – auf die Leinwand brachte: ein Meister der imaginativen Malerei.

Podcast No. 1 – „Mensch und KI in der Demokratie“.
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